Kultur und Kunst am Alexanderplatz

Kein anderer Berliner Platz hat so viele Bücher, Filme und Lieder inspiriert. Der Alex ist Kulisse, Sehnsuchtsort und Metapher zugleich.

Alfred Döblin: Berlin Alexanderplatz (1929)

Der Schlüsselroman der Weimarer Republik. Franz Biberkopf, kleiner Ganove, kommt aus dem Gefängnis und versucht, ein anständiger Mensch zu werden – und scheitert. Der Alex ist mehr als Schauplatz: Er ist Verkörperung der modernen Großstadt.

Wer Berlin verstehen will, sollte den Roman lesen. Wer das nicht schafft: die Fassbinder-Verfilmung ansehen.

Rainer Werner Fassbinder: Berlin Alexanderplatz (1980)

15-teilige Fernsehserie, 15 Stunden Länge. Bei Erstausstrahlung kritisiert, heute als eines der bedeutendsten Werke des deutschen Fernsehens anerkannt. Günter Lamprecht als Biberkopf ist eine der großen Rollen der deutschen Filmgeschichte.

Burhan Qurbani: Berlin Alexanderplatz (2020)

Neuverfilmung, die Biberkopfs Geschichte in die Gegenwart verlegt und aus dem Kleinganoven einen westafrikanischen Flüchtling macht. Für Cineasten sehenswert.

Der Alex in der Popkultur

Songs, Filme, Serien: „Weißensee", „Deutschland 83/86/89", Bruce Springsteens Berliner Konzerte in unmittelbarer Nähe – der Platz taucht immer wieder auf. Nicht als schöner Ort, sondern als markanter.

Streetart und Kunst im öffentlichen Raum

Direkt am Alex ist die Streetart-Dichte niedrig – hier dominieren Werbeflächen. In den Seitenstraßen Richtung Rosenthaler Platz und in Friedrichshain wird es interessanter.